Clever packen für kleine Notfälle
Sonne auf der Nase, Sand zwischen den Zehen, endlich abschalten – und plötzlich zwickt der Bauch, der Kopf pocht oder das Knie ist aufgeschürft. Spätestens dann zeigt sich, warum eine gut gepackte Reiseapotheke so wichtig ist. Was wirklich mitreisen sollte,...
Sonne auf der Nase, Sand zwischen den Zehen, endlich abschalten – und plötzlich zwickt der Bauch, der Kopf pocht oder das Knie ist aufgeschürft. Spätestens dann zeigt sich, warum eine gut gepackte Reiseapotheke so wichtig ist. Was wirklich mitreisen sollte, entscheidet sich nach Reiseziel, Klima und Reiseart.
Die Grundausstattung
Ganz oben auf die Liste gehören persönliche Dauermedikamente, in ausreichender Menge und am besten mit etwas Reserve. Verspätete Flüge oder spontane Reiseverlängerungen kommen öfter vor als gedacht. Sinnvoll sind außerdem Schmerz- und Fiebermittel, Mittel gegen Durchfall und Übelkeit, Wunddesinfektion, Pflaster sowie Verbandsmaterial. Auch Allergiemittel, Nasenspray, Halstabletten oder Hilfe gegen juckende Insektenstiche können unterwegs wichtig werden.
Wenn der Bauch rebelliert
Gerade bei Magen-Darm-Problemen zählt vor allem eins: trinken! Durchfall kann den Körper schnell austrocknen. Deshalb gehören orale Elektrolytlösungen unbedingt ins Gepäck, besonders bei Kindern und älteren Menschen. Sie gleichen wichtige Mineralstoffe wieder aus und helfen dem Körper, schneller in Balance zu kommen.
Kleine Urlauber, eigene Regeln
Mit Kindern reist automatisch eine etwas andere Apotheke mit. Fieberthermometer, altersgerechte Schmerzmittel, kindgerechter Sonnen- und Mückenschutz und Elektrolytlösungen sollten griffbereit sein. Wichtig: Medikamente für Erwachsene eignen sich nicht automatisch für Kinder. Dosierungen richten sich immer nach Alter und Gewicht. Und noch ein Sommerdetail: Zäpfchen können bei großer Hitze weich werden. Säfte oder Tropfen sind unterwegs oft praktischer.
Fernweh mit Vorbereitung
Fernreisen brauchen meist etwas mehr Vorbereitung. Je nach Reiseziel spielen Impfungen, Mückenschutz oder Malariavorsorge eine Rolle. Auch bei Trekkingtouren im Hochgebirge gilt: langsam aufsteigen statt übermütig loszustürmen. Spezielle Medikamente gegen Höhenkrankheit gehören nicht automatisch in jede Reiseapotheke, sondern nur nach ärztlicher Beratung.
Hitze? Lieber nicht
Während wir Sonne lieben, reagieren viele Arzneimittel empfindlich auf Hitze. Auto, Strandtasche oder sonniges Fensterbrett bekommen Tabletten und Tropfen oft nicht gut. Die meisten Medikamente fühlen sich bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad am wohlsten. Kühlpflichtige Mittel brauchen besondere Aufmerksamkeit. Sie müssen zwar kühl bleiben, dürfen aber nicht einfrieren. Eisakkus direkt an empfindliche Medikamente zu legen, ist deshalb keine gute Idee.
Wichtig für Flugreisen
Rezeptpflichtige Medikamente reisen am besten in ihrer Originalverpackung mit Beipackzettel. Bei Flugreisen gehört ein Teil der wichtigsten Arzneien ins Handgepäck. Für bestimmte Medikamente, etwa Betäubungsmittel, gelten im Ausland besondere Regeln und Bescheinigungen. Wer rechtzeitig nachfragt, spart sich unangenehme Überraschungen am Zoll.
Mini-Checkliste für die Reiseapotheke
• Dauermedikamente
• Schmerz- und Fiebermittel
• Elektrolytlösung
• Mittel gegen Übelkeit und Durchfall
• Pflaster und Wunddesinfektion
• Sonnen- und Insektenschutz
• Allergiemittel
• Fieberthermometer
• Wichtige Medikamente ins Handgepäck
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern – leserservice.sud-verlag.de



















